Ostholstein

Viertes ASB-Gesundheitsgespräch

Informationen rund um den Schlaganfall

Auf großes Interesse stieß die Thematik des vierten vom ASB Ostholstein initiierten Gesundheitsgesprächs, das am vergangenen Mittwoch im Hotel "Meereszeiten" am Heiligenhafener Kommunalhafen stattfand. Die gut zweistündige Veranstaltung gliederte sich wie gewohnt in zwei Vorträgen, unterbrochen von einer Kaffee- und Klönpause. Im ersten Referat ging Dr. med. Jonas Repenthin, Chefarzt der Neurologie und Neurophysiologie der AMEOS Klinika Oldenburg und Neustadt i. H., sehr verständlich und untermauert durch zahlreiche CT-Fotos darauf ein, was eigentlich hinter dem Begriff Schlaganfall steckt.

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Gut besucht war das vierte Gesundheitsgespräch des ASB Ostholstein ...

Angefangen damit, dass es zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Schlaganfällen gibt und welche Folgen diese Blutungen im Gehirn auslösen können, erläuterte Dr. Repenthin die Behandlungsmethoden und auch die verschiedenen Symptome an denen man einen Schlaganfall sowie die möglichen Voranzeichen davon erkennen kann. Ganz wichtig bei der Behandlung ist der Faktor Zeit. Eine Behandlung sollte möglichst innerhalb der ersten Stunde erfolgen. Schon bei ersten Anzeichen sollte unmittelbar der Notruf unter 112 erfolgen, um die größtmöglichen Chancen zur Behandlung zu haben. Jede Verzögerung führt zu nicht mehr behebbaren Schäden am Gehirn und damit verbundenen möglichen körperlichen Einschränkungen.
Den meisten Teilnehmern des Gesundheitsgesprächs war die Tatsache nicht bekannt, dass die AMEOS-Klinika im Gebäude der Oldenburger Sana-Klinik eine eigene gut ausgerüstete Station zur Behandlung von Schlaganfällen betreibt, die hier vor Ort fast alle Maßnahmen durchführen kann, die sonst nur in großen Kliniken Standard sind und somit ein Hilfsangebot für akute Notfälle in der Nähe bereit besteht.
Dr. Repenthin ging auch darauf ein, wie man das Risiko Schlaganfall minimieren kann. Ärztliche Untersuchungen und Beratung sowie die richtige Einstellung von Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes sind dabei genauso wichtig wie gesunde Ernährung und vor allem viel Bewegung an frischer Luft - und das möglichst an jedem Tag. Dennoch ist niemand vor einem Schlaganfall gefeit, selbst jüngere und gesunde Menschen können davon betroffen werden.
Viele Nachfragen aus dem Publikum und persönliche Gespräche während der Pausen zeigten das große Interesse am Thema, das dann nach der Pause von Hubertus Herrmuth von der Heiligenhafener Anker-Apotheke unter dem Aspekt medikamentöser Behandlung und vorbeugender Maßnahmen fortgeführt wurde. Einen breiten Rahmen nahmen hierbei blutverdünnende Medikamente und ihre Auswirkungen ein. Zahlreiche Diskussionen und Fragen aus dem Teilnehmerkreis belebten auch diesen interessanten Vortrag.
Der Dank des ASB Ostholstein geht an die beiden Referenten, die sich kostenlos für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben und an die AMEOS-Klinika, vertreten durch Frau Zoch, die sich mit einem Zuschuss an den Kaffee- und Kuchenkosten beteiligten sowie an Frau Johannsen und ihr Team vom Hotel "Meereszeiten" für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die nette Bewirtung der Teilnehmer.
Da das Interesse an Informationen rund um das Thema Schlaganfall groß zu sein scheint, und angesichts des Umstands, dass die 30 zur Verfügung stehenden Plätze bereits kurz nach der ersten Termin-Veröffentlichung alle vergeben waren und leider viele Absagen erteilt werden mussten, plant der ASB noch in diesem Jahr eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema zu veranstalten, um weiteren Interessenten die Möglichkeit für Informationen über den Schlaganfall geben zu können.

Text + Fotos: Jörg Bochnik 23-FEB-2017