Ostholstein

Schnelleinsatzgruppe

Gemeinsame Übung im Großenbroder Seniorenpflegezentrum

Eine für das Personal völlig überraschend angesetzte Brandschutzübung im Großenbroder Pflegeheim Am Sund in der Osterstraße ließ am Freitag abend zunächst den Adrenalinspiegel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erheblich ansteigen.

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Gut ausgeleuchtet durch die Großenbroder Feuerwehr warten die ASB-Sanitäter bei strömendem Regen an der Verletztensammelstelle am Hintereingang des Seniorenzentrums auf die "verletzten" Bewohner, die von den Feuerwehrleuten aus dem Gebäude geborgen werden

Monika Wulf hatte in ihrer Funktion als Heimleitung im Vorwege den Wunsch an die Großenbroder Feuerwehr und den ASB Ostholstein herangetragen, den internen Strukturablauf des Hauses im Falle eines Brandes im Rahmen einer vorher nicht bekannten Übung zu überprüfen.
Gemeindewehrführer Jan Koblitz und Udo Glauflügel vom ASB Ostholstein arbeiteten daraufhin ein geheimes Übungszenario aus, bei dem auch die Einsatzkräfte von Feuerwehr und ASB zum Zuge kommen sollten. Wichtig dabei war aber auch, dass eine größt mögliche Rücksicht auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums genommen werden sollte.
Und so rückten die Kräfte der Feuerwehr Großenbrode und der Schnelleinsatzgruppe des ASB Ostholstein am Freitag gegen 19.10 Uhr gemeinsam vom Feuerwehrgerätehaus ohne Gebrauch von Sondersignalen aus, um zum Einsatzort zu gelangen. Als angenommene Übungslage wurde ein Entstehungsbrand im 2. Obergeschoss mit starker Verrauchung angenommen, Menschenleben waren in Gefahr.
Der Übungsschwerpunkt lag darin, das Verhalten des Personals ab dem Zeitpunkt der Alarmauslösung zu beobachten und zu bewerten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen im Brandfall und bei vermissten Personen nach einem von der  Qualitätsabteilung der Einrichtung Ostholstein erstellten Ablaufmuster vor und müssen die einzelnen Punkte abarbeiten, zu denen auch die Registrierung der geretteten Bewohner gehört. Um die teilweise bereits schlafenden Bewohner möglichst nicht zu stören, waren zuvor einige Übungsverletzte im Gebäude versteckt worden, die dann von der Feuerwehr gesucht und gerettet werden mussten. Am Sammelpunkt wurde das Personal und Mitübende registriert .Am Hintereingang des Gebäudes war ein zusätzlicher Sammelpunkt eingerichtet worden, an dem die Verletzten an die ASB-Sanitäter übergeben wurden. Die betroffenen Personen wurden medizinisch versorgt, der Abtransport mit den bereitstehenden Rettungsfahrzeugen allerdings nur simuliert.
In der abschließenden Übungsbesprechung wurde von Wehrführer Jan Koblitz, SEG-Einsatzleiter Michael Mohr und Übungsleiter Udo Glauflügel festgestellt, dass das Übungsziel bereits 15 Minuten eher erreicht worden war, als ursprünglich geplant und bis auf ein paar Kleinigkeiten der Ablauf hervorragend funktioniert hat. Ein großes Lob ging an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenzentrums, die sogar beachtet hatten, nicht die Fahrstühle zu benutzen. Die Heimleiterin Monika Wulf nahm den positiven Übungsablauf mit großer Erleichterung entgegen und freute sich über die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte.
Mit einem gemeinsamen Abendessen im Feuerwehr-Gerätehaus, zubereitet vom Küchenpersonal und gesponsert von der Heimleitung des Seniorenzentrums am Sund, endete die Übung.

Jörg Bochnik 23-OKT-2016