Ostholstein

Chronik ASB Ostholstein

1973 - 1977

 

1973 - Neue Aufgaben
Zusätzliche Aufgaben kamen auf den ASB Heiligenhafen zu. Den Samaritern wurde von der Stadt Heiligenhafen angeboten, den Strandrettungsdienst in Heiligenhafen zu übernehmen.
Auch im Straßenrettungsdienst (zuerst in Heiligenhafen, später bei Avendorf auf der Insel Fehmarn) wurde der noch junge Ortsverband gefordert. Ein Krankenwagen reichte bald nicht mehr aus, um an mehreren Brennpunkten eingesetzt zu werden. Zwei gebrauchte Krankenwagen kamen hinzu.

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Der Tätigkeitsbericht des Jahres 1973 weist aus, dass die Samariter in der Unfallrettungsstelle am Hauptbadestrand 584 Verletzungen versorgt haben. Der am Strand eingesetzte Krankentransportwagen wurde 46-mal eingesetzt.
An 80 Tagen stand ein KTW mit jeweils zwei Helfern an der E 4 bei Avendorf auf Fehmarn im Straßenrettungsdienst.
1973 führen die Samariter in Heiligenhafen 236 Noteinsätze durch.
In zwei Fahrschulen unterrichtete man die Führerscheinanwärter in „Sofortmaßnahmen am Unfallort“. Im Katastrophenschutz stellte der ASB Heiligenhafen 96 ausgebildete Helfer, neun Großraumkrankenwagen, einen Krankenwagen und einen Geländewagen.
Bei der Großveranstaltung „Spiel ohne Grenzen“ in Heiligenhafen übernahm der ASB die Sanitätsbetreuung.

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1975 - Ein nagelneuer Krankenwagen
Aus Eigenmitteln und einer Spende der Kreissparkasse Ostholstein konnte im Frühjahr 1975 ein nagelneuer Krankentransportwagen angeschafft werden. Ab diesem Zeitpunkt war während der Sommermonate ständig ein Fahrzeug in Heiligenhafen am Badestrand stationiert und ein weiteres im Straßenrettungsdienst eingesetzt. Und noch immer erfolgten die Alarmierung und die Koordinierung der Einsätze über private Telefonanschlüsse.

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1976 - Hilfe von Reeder Willy Freter
Nach fast sechs Jahren musste das älteste Fahrzeug des OV aus dem Dienst genommen werden. Die Lücke war kaum zu schließen. Doch der Heiligenhafener Reeder Kapitän Willy Freter griff in dieser Situation dem ASB helfend unter die Arme. und konnte am 10. Juni 1976 den neuen Krankenwagen im Wert von 28.000 DM an den ASB übergeben. Der Reeder sagte bei der Schlüsselübergabe: „Die Aufgabe, welche der Arbeiter-Samariter-Bund in Heiligenhafen bewältigt, kann uns nur Respekt abverlangen. Ich habe das neue Fahrzeug finanziert, weil das die beste Möglichkeit ist, Menschen in Not zu helfen und einer Hilfsorganisation, die nicht über die nötigen Mittel verfügt, unter die Arme zu greifen.“ Weitere Spenden von Willy Freter folgten.

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1976 - Zeltlager der Jugendgruppe
Im Sommer des Jahres 1976 fuhr die ASB-Jugendgruppe unter der Leitung des damaligen Jugendleiters Peter Foth ins Zeltlager nach Dänemark. Ziel für die mit dem Fahrrad angereisten Jungsamariter aus Heiligenhafen war Maribo auf der Insel Lolland. Zelte und Gepäck wurden mit dem guten alten „Hanomag“, einem alten LKW aus den ehemaligen Beständen des damaligen Bundesgrenzschutz, transportiert. Eine schöne Woche in der Natur mit vielen Erlebnissen – Ausflügen in den Knuthenborg-Safari-Park, zum Automobilmuseum Aalholm und Vieles mehr – wurde in unserm Nachbarland verbracht. Baden in der Schwimmhalle oder im See, Spiele, Nachtwanderungen und Abende am Lagerfeuer rundeten das Programm ab. Gekocht wurde in Eigenregie durch „Chefkoch“ Holger Geehrt. Mit von der Partie als Betreuer war auch der heutige Vorsitzende Jörg Bochnik. Die Jugendgruppe knüpfte erste Kontakte zur dänischen Partnerorganisation ASF. Zeltlager der ASJ in Dänemark fanden bis Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts regelmäßig statt.

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1977 - Einstieg in den Rettungsdienst
Nach Inkrafttreten eines neuen Rettungsdienstgesetzes am 1. Januar 1977 wurde der ASB, gleichberechtigt mit den anderen Hilfsorganisationen, am Rettungsdienst des Kreises Ostholstein beteiligt.
Der Kreis Ostholstein beauftragte die Samariter den Rettungsdienst in Heiligenhafen und Umgebung sowie auf der Insel Fehmarn zu übernehmen. Für diesen Zweck wurden drei Krankentransportwagen vom Kreis Ostholstein zur Verfügung gestellt.
Die Rettungswachen in Heiligenhafen und Burg/F. wurden erstmals mit fünf hauptamtlich angestellten Rettern besetzt. Das freiwillige Engagement blieb jedoch weiter erhalten, denn neben den hauptamtlichen versahen auch ehrenamtliche Helfer den Dienst auf den Rettungswachen. Zusätzlich leisteten einige Zivildienstleistende ihren Dienst als Rettungssanitäter ab. Oberhalb des Pförtnereigebäudes des damaligen Landeskrankenhauses - heute ameos - wurde eine feste Rettungswache eingerichtet. Für den Bereich der Insel Fehmarn wurde die ASB-Rettungswache im Erdgeschoss des damaligen Inselkrankenhauses Burg untergebracht.


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