Ostholstein

Chronik ASB Ostholstein

1969 - 1972

 

1969 - ein ASB-Stützpunkt wird in Heiligenhafen gegründet
Einem Presseartikel der „Heiligenhafener Post“ vom 9. 9. 1969 ist zu entnehmen, daß auf einer Versammlung in der Kantine des damaligen Landeskrankenhauses am Sonnabend, dem 6. 9. 1969 die anwesenden Helfer geschlossen mit 64 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen sich für einen Anschluß an den Arbeiter-Samariter-Bund aussprachen und einen Stützpunkt des ASB in Heiligenhafen gründeten. Die Betreuung wurde von der damaligen ASB-Kolonne Marne übernommen.

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Zum Stützpunktleiter wurde damals Bodo Czepannek gewählt. Viele Namen, die ihr ehrenamtliches Engagement dem Verband widmeten, sind mit der ASB-Arbeit in den vergangenen 47 Jahren verbunden. So sind stellvertretend der 1. Vorsitzende Karl Aagard (im Jahre 2000 verstorben), der zu Beginn des Jahres 1987 den langjährigen Vorsitzenden Otto Sommerfeldt ablöste sowie Schatzmeister Rüdiger Herholz zu nennen, der die Kassengeschäfte des ASB Heiligenhafen ununterbrochen 30 Jahre führte und somit dienstältestes Vorstandsmitglied des Ortsverbandes war. Auch Peter Foth und Jörg Bochnik gehören zu den Gründungsmitgliedern und sind seitdem ununterbrochen in verschiedenen Funktionen im ASB tätig.

 

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1970 - Der ASB Heiligenhafen wird eigenständiger Ortsverband
Bereits ein Jahr später, am 31. Oktober 1970, wurde ein eigenständiger ASB-Ortsverband gegründet, der damals noch Kolonne hieß. Otto Sommerfeldt wurde Vorsitzender und löste den Gründungsvorsitzenden Bodo Czepanek ab.

Erste Aktivitäten entwickelte der junge Ortsverband, um die schlechte rettungsdienstliche Versorgung des Ortes Heiligenhafen grundlegend zu verbessern, denn Wartezeiten von einer Stunde und mehr auf den Krankenwagen aus Oldenburg waren nicht selten.
Jeder Groschen, der in der Erste-Hilfe-Ausbildung erwirtschaftet werden konnte, wurde von den Samaritern auf die „hohe Kante" gelegt. Ein Spendenaufruf an die Heiligenhafener Bevölkerung fand einen erfreulich starken Widerhall und als die Stadt Heiligenhafen auch mit einer „Geldspritze" half, konnten die ASB-Leute einen Ford-Bus erwerben, den sie in 900 Arbeitsstunden zu einem modernen Krankenwagen umbauten. Der Kreis Ostholstein stellte für das neue Sanitätsfahrzeug ein Funkgerät zur Verfügung.

 

1971 - Der erste Krankenwagen
Eine große Menschenmenge säumte die Straßen der Heiligenhafener Innenstadt am Sonnabend, dem 4. Juni 1971, als die Samariter ihren Krankenwagen der Bevölkerung in einem Umzug vorstellten. Schon wenige Stunden nach der Einweihung fuhr „Sama 1" seinen ersten Einsatz.
Der Krankenwagen wurde in den ersten Jahren nur ehrenamtlich eingesetzt, war aber rund um die Uhr einsatzbereit. Viele ASB-Helfer opferten ihre Freizeit, um für den Nächsten da zu sein.

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1972 - Gründung der Jugendgruppe
Frühzeitig wurde erkannt, dass junge Menschen ein wichtiger Faktor in der Verbandsarbeit sind. So wurde am 10. August 1972 von Peter Foth, der auch erster Jugendwart wurde, eine Jugendgruppe gegründe.

Die ersten Mitglieder waren in der Altersgruppe von 16 - 25 Jahren und taten Dienst beim Erwachsenen-Verband. Im Mai 1973 wurde zusätzlich eine Schülergruppe im Alter von 8-13 Jahren gegründet.

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